Feuerbergmusikanten in KrakauDie Feuerbergmusikanten unternahmen mit Pfarrer Dr. Andreas Krefft eine erlebnisreiche Reise nach Polen. Bereits zum dritten Mal waren sie gemeinsam mit Pfarrer Krefft in seiner Heimat. Auch diesmal war es wieder ein eindrucksvolle Reise, die viele unvergessliche Eindrücke mit sich brachte, aber auch musikalisch denn die Feuerbergmusikanten durften so einige Auftritte für sich verbuchen.

Die Reise führte nach Krakau, nach gut zwölfstündiger Fahrzeit kamen sie gegen Mittag am Jesuiten-Kloster in Krakau. Es folgte am Abend eine kleine Stadtführung mit Pfarrer Krefft, zur Orientierung in der polnischen Metropole, wobei das abendliche Flanieren am legendären Marktplatz von Krakau schon ein erstes Gefühl für die Stadt vermittelte.

Am nächsten Tag gab es eine ausführliche Stadtführung, wobei die Langenleitern die Altstadt mit Marktplatz, Marienkirche und Alter Universität, an der schon Nikolaus Kopernikus studierte, kennenlernten. Mit dem Bus ging es nach Novy Sacz, auch bekannt als die polnische Toscana, wo sie einen Gottesdienst mitgestalteten und anschließend zum Standkonzert aufspielten. Einen Besuch ist die am Fluss Dunajec gelegene Stadt Nowy S¹cz (Neu Sandez) allemal wert. Noch heute prägt die wechselvolle Geschichte der Stadt ihr Bild.

Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert fungierte Nowy S¹cz als Königsresidenz. Im Zweiten Weltkrieg wurde Nowy S¹cz stark zerstört. Die Regierung ließ viel Geld in den Wiederaufbau fließen, so dass Nowy S¹cz nicht das Schicksal vieler polnischer im Zweiten Weltkrieg verwüsteter Städte geteilt hat, in denen die alte Baustruktur gesichtslosen sozialistischen Einheitsbauten weichen musste. Weiter ging das Programm am nächsten Tag mit einer weiteren Stadtführung zum Wawel-Dom und Schlossgelände.

Marktplatz KrakauEin Gottesdienst und Konzert am Wallfahrtsort im alten Kloster der Barmherzigen Schwestern zählte zu den musikalischen Höhepunkte. Der Gottesdienst im Kloster der „Barmherzigen Schwestern“, den sie gemeinsam mit ihnen musikalisch umrahmt haben, wurde gefilmt und wird demnächst, auf Youtube auf der Internetseite „www.siostryfaustyny3.pl“ zu sehen sein.

Die Gottesdienste zelebrierte Pfarrer Krefft stets zusammen mit dem ortsansässigen Priester. Bei den kirchlichen Auftritten wurden überwiegend modernere Kirchenlieder gespielt, von denn einige auch in Polen bekannt sind und natürlich die bekannten Fatima-Lieder. Fehlen durften dabei keinesfalls die „Schwarze Madonna“ und „Weiße Lilie“.

Bei den anschließenden Standkonzerten wurden immer „Rosamunde“ und „Sierra Madre“ gespielt, zwei Stücke, die in Polen sehr beliebt sind und natürlich bekannte böhmische und fränkische Stücke. Eine Busfahrt führte die Langenleitner zum Nationalpark Pieniny-Gebirge wo sie eine Floßfahrt durch den Dunajec, von Stromowce Wyne zum bekannten Kurort Szcawnica unternahmen. Der Gottesdienst wurde in der St. Barbara-Kirche gefeiert. Zu den musikalischen Höhepunkte zählte sicherlich auch das Standkonzert am kleinen Marktplatz.

„Wir konnten österreichischen Touristen, bei unserem Standkonzert am kleinen Marktplatz eine große Freude bereiten, als wir doch spontan auf Wunsch‘ ‚Dem Tiroler Land die Treue‘ spielten“, erinnert sich Miriam Voll, die bei den Feuerbergmusikanten für die Pressearbeit zuständig ist. Auch eine kleine Pilgergruppe aus Deutschland sang kräftig mit, als wir ‚Von guten Mächten‘ spielten.“

Kutsche KrakauDie Reise war für die Feuerbergmusikanten sowohl musikalisch wie kulturell ein echtes Erlebnis, war Krakau doch „Kulturhauptstadt Europas“ im Jahr 2000. Die Stadt an der Weichsel haben sie nun schon zum zweiten Mal besucht. Untergebracht waren sie im Jesuiten-Kloster, in unmittelbarer Nähe zur Altstadt, die in gut 10 Geh-Minuten erreicht war. „Den Jesuiten Patern haben wir als Dankeschön für Einladung in ihr Kloster und als Gastgeschenk, Kreuzbergbier mitgebracht, quasi von Kloster zu Kloster, worüber sie sich sehr gefreut haben“, berichtete Miriam Voll. Unvergessen bleiben die täglichen kirchlichen Auftritte und Konzert.

Obwohl es auch eine Konzertreise war und sie nicht nur aus Touristen unterwegs waren, haben sie viele Eindrücke von Stadt und Leuten gesammelt und ein freundschaftliches Miteinander erlebt. Aber auch die Gemeinschaft untereinander wurde gepflegt. Sei es bei den gemeinsamen Abendessen und dem jeweils gemütlichen Beisammensein bei Musik und Gesang.

„In der Reisegruppe waren alle Altersgruppen vertreten (von 17 bis 79) und alle hatten gleichermaßen eine schöne Zeit.“ Eine besondere Herausforderung waren die Temperaturen, die mit 40 Grad den Musikern alles abverlangten. Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Reisen mit Pfarrer Krefft sind immer ein Highlight. Sie dankten ihm für die „Super Organisation“. „Alles in Allem war es wieder eine wundervolle Reise. Es war wieder einmal beeindruckend, dass man trotz Sprachbarriere, gemeinsam Gottesdienst feiern kann“, berichtete Miriam Voll. „Bemerkenswert, war auch wieder die Herzlichkeit und Offenheit der Polen. Und es war bestimmt nicht letzte Polen-/Krakaureise der Feuerbergmusikanten.“

Text (c) Copyright mit freundlicher Genehmigung Marion Eckert
Bilder (c) Copyright Feuerbergmusikanten Langenleiten e.V.