Konzertreise der Feuerbergmusikanten

Konzert der Feuerbergmusikanten in Polen

Konzert der Feuerbergmusikanten in Polen

Es ist wohl schon etwas Außergewöhnliches, wenn eine junge Blaskapelle aus der Rhön zahlreiche Einladungen erhält, um Kirchenkonzerte in Polen zu spielen. Dieser Ehre waren sich die Feuerbergmusikanten aus Langenleiten auch sehr bewusst und so startete die Kapelle am 14. Juni 2011 zu einer 6-tägigen Konzertreise nach Polen.

Erste Station war die Stadt Gliwice (ehem. Gleiwitz). Hier spielten die Feuerbergmusikanten im Rahmen eines deutsch-polnischen Stiftungsprojektes einen ergreifenden Gottesdienst im vollbesetzten, mehrstöckigen Kirchenraum mit anschließender Glockenweihe und einem Standkonzert.

Weitere Stand- und Kirchenkonzerte folgten in den Städten Katowice und Wroclaw (Breslau). Höhepunkt dieser Woche war wohl die Gestaltung einer Messe in Tschenstochau, dem größten Wallfahrtsort Polens. Hier wird es lediglich einer handverlesenen Auswahl von Musikgruppen gestattet, im Allerheiligsten, der „Kapelle zu Ehren der Schwarzen Madonna von Tschenstochau“ einen Gottesdienst musikalisch feierlich zu umrahmen.

Bei der Planung ihrer Reise hatte sich die Gruppe ganz bewusst für einen Besuch der KZ- Gedenkstätte in Auschwitz entschieden. Der Konfrontation mit der deutschen Geschichte wollte und hat man sich gestellt.

Untergebracht war die Musikkapelle während ihres Polenaufenthaltes nicht in Hotels, sondern in Unterkünften wie beispielsweise einer Jugendbegegnungsstätte oder einem Hostel und so lernten die Reisenden Land und Leute kennen. Führungen, u. a. in Gleiwitz und Breslau, brachte der Gruppe polnisches Leben und die Geschichte näher. Allerdings lässt wohl auch die polnische Gastfreundschaft diese Reise zu etwas Besonderem werden. Vor und nach den Kirchen- und Standkonzerten suchten immer wieder viele Polen, oft mit deutschen Wurzeln, den Kontakt zu den Musikanten. Nach ihrem letzten Konzert auf dem wunderschönen Marktplatz in Breslau traten die Feuerbergmusikanten ihre Heimreise an. Während dieser Reise blieb den Musikern aufgrund des engen Zeitplanes und vieler Konzerte fast keine Zeit zur freien Verfügung, aber alle kamen zurück, reich an Erinnerungen und Eindrücken und voller Dankbarkeit für das Erlebte.