Das Jubiläumsfest der Feuerbergmusikanten Langenleiten vom 08. – 10. Juni 2013 wurde zu einem vollen Erfolg. Obwohl der Musikverein erst vor zehn Jahren gegründet wurde, die Geschichte der Blasmusik reicht in Langenleiten viel weiter zurück. Wie Josef Böhnlein im Heimatbuch zur 300-Jahrfeier 1989 erinnert, liegt das Musikalische dem Rhöner im Blut.

 

Ehrungen verdienter Mitglieder

imageNatürlich hat auch die Blasmusik in Langenleiten eine lange Tradition und so konnten im Rahmen des Jubiläumsfestes zwei verdiente Musiker geehrt werden, die seit Jahrzehnten die Blasmusik in Langenleiten und damit auch die Feuerbergmusikanten prägen. Der 79jährige Benno Voll hat schon als Bub Flügelhorn gespielt, so konnte er für gut 70 Jahre aktives musizieren geehrt und ausgezeichnet werden. Heute noch spielt er das 1. Flügelhorn bei den Feuerbergmusikanten. Zu seinem 78. Geburtstag im vorigen Jahr ist er mit den Musikanten auf den Kreuzberg gewallt und hat selbstverständlich die ganze Tour auch mitgespielt.

Manfred Endres (62) wurde für gut 50 jähriges musizieren in Langenleiten geehrt. Er spielt das 2. Flügelhorn und ist nicht nur ein treuer Musikant sondern, ebenso wie Benno Voll ein zuverlässiger Helfer und Unterstützer der Feuerbergmusikanten. „Wir können uns immer auf sie verlassen, sie sind immer zur Stelle“, sagte Dirigent Edwin Schäfer. Die Ehrungen wurden vorgenommen vom Vorsitzenden Michael Blaser und dem Dirigenten. „Mit ihrem Einsatz haben sie die Musik im Dorf über Jahrzehnte mitgetragen und geprägt.“

 

Festumzug bei strahlendem Sonnenschein

Festzug FeuerbergmusikantenDas Musikfest der Feuerbergmusikanten begann mit einem Festumzug, der vom langjährigen Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Hemlut May und dem Schirmherr des Festes, Dekan Dr. Andres Krefft, sowie den Musikanten angeführt wurde. Für die musikalische Begleitung des Festzugs sorgten die Musikkapellen aus Sandberg, Waldberg und Weisbach. Mit dabei waren die örtlichen Vereine und Gremien, die Kindergartenkinder nahmen in Tracht am Festzug teil und unterstrichen auf diese Weise die Bedeutung des dörflichen Brauchtums.

 

Bieranstich mit Dekan Dr. Andreas Krefft

Bieranstich FeuerbergmusikantenDie Premicher Musikanten, der Patenverein der Feuerbergmusikanten, sorgte im Anschluss in der Festhalle für Stimmung. Den Bieranstich nahm natürlich der Schirmherr, Dr. Andreas Krefft vor, unterstützt wurde er vom Vorsitzenden Blaser und Dirigenten Schäfer.

An allen drei Festtagen war die Festhalle stets gut besucht, die musikalischenPfarrer Dr. Krefft Programmpunkte kamen beim Publikum sehr gut an. „Es war das erste wirklich schöne Wochenende in diesem Jahr, das hat die Leute angelockt“, ist sich Edwin Schäfer sicher. Einer der Höhepunkte war der Festgottesdienst am Sonntagmorgen mit Pfarrer Dr. Andreas Krefft, den die Langenleitner Vereine nutzen, um ihm ihre besten Segenswünsche für seine neue Aufgabe in Bad Neustadt mit auf den Weg zu geben und zugleich für den engagierten Einsatz in den vergangenen Jahren in Langenleiten zu danken. Sein Vorname „Andreas“ wurde Buchstabe für Buchstabe mit guten Wünschen versehen.

 

„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden“

Gottesdienst FeuerbergmusikantenIn seiner Ansprache erinnerte Krefft an die lange Tradition der Blasmusik in Langenleiten. Musikfreunde fanden sich nach dem 1. Weltkrieg zusammen, um bei festlichen Anlässen aufzuspielen. Um diese Zeit gab es sogar zwei Kapellen im Ort. Dr. Krefft spannte den Bogen von der Geschichte bis ins Heute und bezeichnete die Feuerbergmusikanten als „Aushängeschild“ von Langenleiten. „Ich pflegt altes Rhöner Liedgut, ihr tragt überlieferte bodenständige Tracht und ihr habt euch vor allem die Verbesserung der Völkerverständigung auf die Fahne geschrieben.“ Unvergessen seien ihm die gemeinsamen Fahrten nach Tschenstochau. „Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“

Der Musikverein sei für den Ort wichtig, um bei kirchlichen wie bei weltlichen Anlässen die Feste und Feiern mit zu gestalten und zu bereichern.  Über Jahrzehnte hinweg seien die Musiker eine tragende, beliebte und unverzichtbare Säule des öffentlichen Lebens. Zugleich verbinden die Feuerbergmusikanten aktive und passive Musiker, junge und alte Mitglieder.

Viele Male habe Dr. Krefft in seinen neun Jahren in den Walddörfern die Feuerbergmusikanten erleben dürfen. „Ihr ward an meiner Seite, wenn es galt den Gottesdienst musikalisch zu umrahmen.“ Herzlich dankte Krefft für diese Unterstützung, dankte aber auch im Namen der Pfarrei und der Dorfgemeinschaft, denn nur allzu oft werde der Dienst als Selbstverständlich angesehen. Abschließend wünschte er den Feuerbergmusikanten viele neu, auch junge Mitglieder und viel Freude bei ihrem Dienst in  der Pfarrei: „Das ist ein Dienst an Gott und den Menschen.“

Text und Bilder (c) Copyright mit freundlicher Genehmigung Marion Eckert